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Haiti – Mythen, Mysterien und bittere Armut
Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt und hält eine Reihe trauriger Rekorde: eine der höchsten Analphabeten-Quote, astronomisch hohe Kindersterblichkeit und Aidsinfektionen, dazu eine der tiefsten Lebenserwartungen weltweit und einen Plätze ganz oben auf der Liste der korrupten Länder.

Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1804 erlebt das Land brutal niedergeknüppelte Aufstände und gleich zwei blutige Diktaturen, die über dreissig Jahre dauerten: Jene von «Papa Doc» Duvalier und anschließend die seines Sohnes «Baby Doc». Gegen den grossen Hoffnungsträger, den bisher einzigen demokratisch gewählten Präsidenten der Geschichte Haitis, Jean-Bertrand Aristide, formierte sich eine Rebellionsbewegung, die ihn 2004 zum Amtsverzicht zwingt.

Haiti ist mit 12.000 Quadratkilometer nur etwa so gross wie Belgien, aber mit Flüchtlingsdramen, unvorstellbarer Armut und blutigen Krawallen Dauerthema in den internationalen Medien. Die rund 9,7 Millionen Einwohner - weitere vier Millionen Haitianer sind als Boat People geflüchtet und leben im Ausland - leiden unter den politisch äusserst instabilen Verhältnissen, der kaum funktionierenden Wirtschaft und sind immer wieder von Verwüstungen durch Hurrikans und Tropenstürme betroffen. Auf Haiti regiert Faustrecht, Korruption und unvorstellbare Armut.

Haiti ist aber auch ein Land mit grosser Geschichte, grossartigen Landschaften, Traumstränden und einer faszinierenden kreolischen Kultur. Haiti war nach den Vereinigten Staaten von Amerika der zweite unabhängige Staat in der Neuen Welt und der erste schwarze unabhängige Staat überhaupt.

Die Bevölkerung bis heute stark afrikanisch geprägt und pflegt mit Hingabe die Voodoo-Religion, die in allen Schichten stark verwurzelt ist und den Alltag prägt. In diesem Reichtum an Geschichte und Naturschönheit liegt eine grosse Chance für die dort lebenden Menschen.

Tatsächlich gibt es kleine Zeichen von Hoffnung. Die Stationierung von 10 000 Blauhelmen durch die Uno beruhigt die Lage markant. Besonders die gefürchteten Entführungen sind weit gehend eingedämmt. Desolat aber bleibt die Lage vor allem für die Ärmsten unter den Armen: Tausende von Waisenkindern.

Black Rain Group Foundation Zurich
Seit August 2009 gibt es die Stiftung «Black Rain Group Foundation Zurich». Der Name symbolisiert die Tränen der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung wegen des Hungers und des Elends. Die Idee entsteht während einer Ferienreise der Stiftungsgründer in die Dominikanische Republik im Frühjahr 2009. Sie können und wollen die Zustände, so wenige Kilometer von ihrem Ferienressort entfernt nicht mehr ignorieren. Allen Warnungen zum Trotz reisen sie spontan nach Haiti, um sich mit eigenen Augen ein Bild zu machen.

Die Realität vor Ort ist verstörend. Sowohl, was das Ausmass der Armut betrifft, als auch die Höflichkeit und Hilfsbereitschaft, mit der ihnen die Einheimischen begegnen. Zu keinem Zeitpunkt fühlen sie sich in Gefahr. Mit jedem Tag aber wächst die Überzeugung, unter allen Umständen Hilfe leisten zu müssen. Dass dies mit relativ wenig Aufwand und schon geringen finanziellen Mitteln möglich ist, zeigt das Engagement des Deutschen Ludger Kortmann und seinem Waisenhaus-Projekt in Cap Haitien.


Am Ende der Hierarchie: die Waisenkinder
Für nur knapp drei Euro pro Tag kann ein Waisenhaus Essen, Schulbesuch, Kleider, medizinische Versorgung und professionelle Betreuung eines Kindes sicherstellen.

Ein solches Waisenhaus mit 24 Kindern finanziert der deutsche Psychologe Ludger Kortmann aus Oldenburg und sein vor neun Jahren gegründeter Verein «Timoun an Ayiti – Kinderheim in Haiti». Das Haus liegt in einem relativ sicheren Quartier von Cap Haitien, der zweitgrössten Stadt des Landes, hat einen eigenen Brunnen mit sauberem Wasser, zwei Toiletten und zwei Duschen. Kontrolliert wird das Engagement durch unangemeldete wöchentliche Besuche von einem lokalen Vertreter der «Deutschen Welthungerhilfe» (DWHH).


Es muss etwas getan werden. Jetzt.
In einem ersten Schritt werden weitere Waisenhäuser nach dem Vorbild der «Timoun an Ayiti – Kinderheim in Haiti» mit aufgebaut sowie bestehende, seriöse Einrichtungen direkt finanziell unterstützt.
Gleichzeitig wird die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert. Am schnellsten und einfachsten geht das durch das Verteilen von Saatgut für Gemüse und Früchte. Dank der guten klimatischen Bedingungen wachsen Nahrungsmittel sehr schnell – und ganze Familien können wenigstens den schlimmsten Hunger stillen. «Black Rain» leistet aber auch dringend nötige Soforthilfe. Einerseits durch direkte Vergabe von Hilfsgelder an hungernde Familien. Andererseits verteilt die Stiftung selbst produzierte, neuartige Lehrmittel an Analphabeten und schulische Einrichtungen.

Zitadelle Laferrière

Und so funktioniert’s
Direkte finanzielle Unterstützung:
Hilfe wird direkt und unbürokratisch geleistet. Mit Bargeld an Familien, um Essen, Kleider und Schulgeld für die Kinder zu bezahlen. Mit regelmässigen Überweisungen an ausgesuchte Waisenhäuser, damit längerfristig Miete, Schulbesuch und Lebensunterhalt sichergestellt sind. Daneben erhalten ausgewählte Projekte wie etwa der Aufbau weiterer Kinderheime, Hausbau oder Realisierung einer Geschäftsidee von Privatpersonen, maximal 10 000 US-Dollar. Der Verlauf dieser Projekte wird beobachtet, die Ausgaben müssen belegt werden.

Unterstützung durch Hilfsgüter:
Stiftungsmitglieder der «Black Rain Group Foundation Zurich» reisen regelmässig nach Haiti und kontrollieren die Hilfsprojekte vor Ort. Gleichzeitig organisieren sie via der Dominikanischen Republik den Einkauf von Lebensmitteln, Medikamenten, Gütern des täglichen Bedarfs sowie Schulmaterial und Saatgut. Diese Hilfsgüter verteilen sie mit Bussen direkt an die bedürftige Bevölkerung.

Einnahmequelle Tourismus:
Trotz der desolaten Situation und des miserablen Rufes kommen Touristen. Haiti hat einige Attraktionen zu bieten. Die Zitadelle Laferrière knapp 30 Kilometer südlich der Stadt Cap Haiti etwa gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Und vor der Nordküste liegt die Sagen umwobene Piraten-Insel Tortuga. Sie erlebt dank der Hollywood-Trilogie «Pirates of the Caribbean» eine neue Blüte. Im privaten Hafen von Labadee ankern die Kreuzfahrtschiffe der US-Reederei Royal Caribbean. Die Passagiere sind meist gut betuchte Rentner. Die Reederei mahnt zwar zu Vorsicht, organisiert aber mehrtägige Landausflüge durch ganz Haiti. Auch die jüngeren Traveler entdecken den Flecken abseits ausgetretener Touristenpfade: Der Reiseführer Lonley Planet empfiehlt seiner weltweiten Leserschaft ausdrücklich, Haiti jetzt zu erkunden. Bisher wurden keine Zwischenfälle bekannt, in die Touristen verwickelt gewesen wären.

Noch profitiert die Bevölkerung kaum. Abgesehen von ein paar Guesthouses hat sie den Touristen nichts anzubieten. Hier setzt «Black Rain» an und versorgt die Einheimischen gratis mit Souvenir-Artikeln, die sie an Touristen verkaufen können: Bücher, Stickers, Posters, Postkarten von und über Haiti. «Black Rain Foundation» unterstützt dies zusätzlich. Ein Fotobuch sowie neue Touristenlandkarten wecken Haiti sanft aus dem Dornröschenschlaf.

postcar haiti

Wenig Geld, viel Wirkung
«Black Rain» finanziert sich zum einem Teil über Spenden. Als Startgeld spendet die Firma Smiles Media in Zürich 100 000 Schweizer Franken an die Stiftung. Weitere Einnahmen liefert der Verkauf von neuartigen Souvenir Artikeln von Haiti; Top Produkte wie Poster, Postkarten, Fotobücher, Reise DVDs, Reisekarten sowie Film- Dokumentationen, unterstützen die Stiftung enorm, da bis heute keine solchen Artikel erhältlich sind.

Das Fundraising stützen folgende Massnahmen:
- TV- und Internet-Banners
- PR- & Presse Kampagne in Europa
- Auf www.blackraingroup.org sind Informationstexte, Fotos, Videos und Souvenirs zum Download kostenlos verfügbar. Via Kreditkarte lassen sich Spenden ab 3.- einbezahlen.


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Kontakte

Schweiz:
Black Rain Group Foundation
Sihlstrasse 99
CH-8001 Zürich
Tel.: + 41 79 633 37 82
Mail: info@blackraingroup.org
www.blackraingroup.org

Haiti:
Black Rain Group Waisenheim
Jacquesson Mexil – siège social
Fort st Michel rue du port # 5
Cap Haitien, Haiti